Familienbotschaft-MV

Live-Chat mit der Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung Stefanie Drese

Der Chat ist hiermit beendet.

Wir bedanken uns bei der Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung in Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese, dass sie uns für diesen Chat zur Verfügung stand.
 

 
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    Sehr geehrte Frau Ministerin,

    mich würde interessieren wie der aktuelle Stand zur Einführung der Ehrenamtskarte ist und welche "Vergünstigungen" geplant sind.

    Vielen Dank im voraus für die Information.

    Hallo Maria,

    die Ehrenamtskarte ist ein Dankeschön für alle Ehrenamtler und bietet Vergünstigungen z.B. in Landesmuseen, städtischen Einrichtungen an. Darüber hinaus sollen bis zur Einführung weitere Sponsoren gewonnnen werden.
    Das Konzept übergeben wir demnächst dem Landtag.

    Ihrre Stefanie Drese

    Stefanie Drese
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    Liebe Frau Drese,

    was hat es denn mit dem Jugendbeteiligungsfonds auf sich. Habe das vor kurzem mal gelesen und kann mir darunter so gar nichts vorstellen.

    Mfg Susanne

    Liebe Susanne,

    wir stellen jährlich 100.000 € für bessere Beteiligungsmöglichekiten für junge Leut zur Verfügung. Wir setzen dabei vor allem auf attraktive digitale Angebote. Als erster Schritt wird derzeit eine sog. Landing-Page als Plattform für digiatle Partizipationsmöglichkeiten erstellt.Und zudem wird derzeit eine Beteiligungslandkarte gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt.

    Liebe Grüße

    Stefanie Drese

    Stefanie Drese
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    Sehr geehrte Frau Ministerin,

    ich habe in der Zeitung gelesen, dass ich ab 2020 nichts mehr für die Kita zahlen muss? Ist das wirklich so? Ich habe nähmlich 3 Kinder und bin alleinerziehend. Von meinem Geld bleibt kaum was übrig. Falls Sie das wirklich schaffen, bleibt endlich Geld für andere Sachen übrig. Das wäre toll!

    Beste Grüße aus Friedland

    Liebe Frau Bauermann,

    ja, wir arbeiten an einem Gesetz zur kompletten Beitragsfreiheit in der Kindertagseförderung ab 2020. Bereits ab kommendem Jahr werden die Geschwisterkinder beitragsfrei gestellt, so dass Sie für zwei Ihrer drei Kinder, sofern diese alle eine Krippe, Kindergarten, Tagespflegperson oder den Hort besuchen, keine Beiträge mehr zahlen müssen.
    Ich wünsche Ihnen und Ihren drei Kindern ein schönes Weihnachtsfest!

    Ihre Stefanie Drese

    Stefanie Drese
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    Guten Frau Drese,
    eine Frage zur Ehrenamtskarte. Wie ist der Verfahrensweg, eine solche Karte zu erhalten? Wir sind eine kleine Gemeinde, welchen Nutzen sollte man damit überhaupt haben? Wir haben in unserem Ort über 20 Vereine!
    Ich bin fast der Meinung, dass dann Vereine in kleinen Gemeinden nichts davon haben!
    Mit freundlichen Grüßen

    Hallo Horst,

    eine Ehrenamtskarte soll auf Vorschlag der Kommune oder eines Vereins in einem einfachen Antragsverfahren ausgegeben werden. Unabhängig von Größe der Gemeinde oder des Vereins/der Organisation.

    Ihre Stefanie Drese

    Stefanie Drese
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    Sehr geehrte Frau Ministerin,
    dass mit der Enführung einer Ehrenamtskarte die Tätigkeit von Ehrenamtlen mehr Anerkennung finden soll, freut uns, die Mitglieder des Seniorpartner in School, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e. V., sehr.
    Unseren gemeinnützigen Verein gibt es seit 2015 und die inzwischen 26 zu Schulmediatoren ausgebildeten Senioren sind in sechs Schulen in Greifswald und Umland sowie in drei Rostocker Schulen und einer Zarrentiner Schule im Einsatz. Allein im letzten Schuljahr suchten in mehr als 700 Gesprächen 598 Mädchen und 558 Jungen unsere Hilfe.
    Ab Anfang 2019 werden sogar 37 Schulmediatoren in 12 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern tätig sein.
    Dass jemand Zeit für sie hat und mit ihnen zusammen bei Schwierigkeiten nach Lösungen sucht, schätzen die Kinder sehr. Sie kommen oft aufgeregt, wütend, auch traurig zu uns. Der wertschätzende Umgang mit allen Parteien und unsere speziellen Arbeitsmaterialien helfen den Kindern, ihr seelisches Gleichgewicht wieder zu finden. Sie gehen ruhiger, zufriedener, oft auch fröhlich in die Klasse zurück.
    Wir fördern die persönliche Kompetenz von Kindern und Heranwachsenden und stärken sie in persönlich schwierigen Lebenssituationen. Somit leisten wir einen Beitrag zur Gewaltprävention und zur Kriminalitätsverhinderung, dieser wirkt sich positiv auf das Klima in der Schule, in der Familie und auch im sonstigen Umfeld aus.
    Unsere Tätigkeit kann nur erfolgreich sein, wenn wir zuverlässig und dauerhaft in den Schulen anwesend sein können. Sorgen bereiten uns die Fahrtkosten zu den Schulen, die unsere Senioren aus eigener Tasche bezahlen. Wir hoffen, dass mit der Ehrenamtskarte eine Fahrtkostenermäßigung ermöglicht wird.
    Im sozialen Bereich Tätige sollen/müssen durch Spervion betreut werden. In unseren vom Bundesverband vorgegebenen Qualitätsstandards ist Supervision durch einen externen Supervisor gefordert.
    Wir bitten Sie, sich dafür einzusetzen, dass unser Land Mecklenburg-Vorpommern, wie auch in anderen Bundesländern (z. B. Thüringen oder Berlin) die Kosten für die regelmäßigen Supervisionen übernimmt.
    Mit herzlichem Gruß
    Maria Lebek
    Vorstandsvorsitzende
    Seniorpartner in School
    Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.

    Liebe Frau Lebek,

    veilen Dank für Ihr Ehrenamt. Mit der Ehrenamtskarte können wir nicht ide Fahrtkostenproblematik lösen. Diese muss anders gelöst werden. Die Karte ist ein Dankeschön und soll Vergünstigungen für Ehreamtler bereit halten.Die Frage der Supervision in Schule werde ich mit der Bildungsministerin erörtern.

    Ihre Stefanie Drese

    Stefanie Drese
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    Liebe Frau Dreese!

    Wir sind eine Pflegefamilie aus dem Landkreis Rostock mit 3 Pflegekindern. Die Einführung der beitragsfreien Kita ist natürlich auch für uns eine schöne Sache. Nur leider kann uns niemand sagen, auch nicht unsere wirtschaftliche Jugendhilfe im Land, ob dies auch für Pflegefamilien gilt.
    Selbst in den Anträgen, die wir bei den jeweiligen Trägern ausgefüllt haben, wird erklärt wer oder was Geschwister sind. Aber was zählt denn jetzt? Nur leibliche Geschwister oder Pflegegeschwister die im gleichen Haushalt leben?
    Niemand konnte uns eine verlässliche Aussage geben!
    Denn wie z.B. die Elternentlastung bekommen unsere Pflegekinder ja auch nicht.

    Können Sie mir in dieser Hinsicht eine verlässliche Aussage geben?

    Vielen lieben Dank im Voraus!


    VG Madlen Fischer

    Liebe Frau Fischer,

    selbstverständlich sind Pflegeeltern, soweit Ihnen die Personensorge übertragen wurde, leistungsberechtigt. Wenn Sie als Pflegeeltern Kita-Gebühren zahlen, dann sind die Pflegekinder Geschwisterkinder im Sinne des Gesetzes.

    Ihre Stefanie Drese

    Stefanie Drese
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    Sehr geehrte Frau Drese,
    mein Name ist Andrea Geißler, ich komme aus Waren/Müritz und bin seit 22.12.17 Mutter einer Tochter, Natalie.
    Ab April werde ich meine Tochter in die Krippe geben- bis dahin habe ich Elternzeit genommen. Seit einigen Monaten nutze ich regelmäßig das Angebot unserer zukünftigen KITA den Besuch in der wöchentlichen Krabbelgruppe, so halte ich mich auf dem Laufenden, kann Fragen bez. KITA (es ist mein erstes Kind) und Eingewöhnung stellen.
    Der Schock kam vor ca. 2 Wochen als unsere Einrichtung urplötzlich bekanntgab, dass es ab 2019 erstmals Schließzeiten in der KITA geben wird und diese sind bis heute noch nicht einmal ausgehandelt, geschweige denn hat man vorher die Elternbeiräte mit in diese Entscheidung einbezogen. Zudem soll trotzdem! der Elternanteil für die KITA-Kosten steigen (sprich mehr Geld für weniger Leistung).
    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich unsere KITA auch nach den Kriterien der Schließzeiten, bzw. eigentlich NICHT-Schließzeiten ausgewählt habe, da ich es unverschämt finde, dass man den Eltern Zwangsurlaub damit aufzwingt und ganz Viele gar nicht in der Lage sind (wir!), diese Schließzeiten 2019 aus eigener Kraft zu überbrücken (Urlaubsplan steht, Mann ist selbständig, pendelt jeden Tag nach Rostock, werde mich evtl. zur Not krankschreiben lassen).
    Nun meine Fragen:
    Warum ist es überhaupt gesetzlich erlaubt, dass die jeweiligen Einrichtungen frei über Schließzeiten entscheiden dürfen? In welchem Gesetz steht, dass ein KITA-Kind zwangsbeurlaubt wird und nicht ganzjährig betreut wird? Wie steht das in Einklang mit unserem ach so familienfreundlichen Bundesland und dem Bestreben, Mütter nach der Elternzeit zeitnah wieder in ihren Job zu integrieren, wenn solche Hindernisse im Weg stehen?
    Warum ist der Plan, KITA-Gebühren abzuschaffen, wenn es der Gesetzgeber nicht einmal geregelt bekommt, ganzjährige Betreuung zu schaffen? Wem nützt das außer Denjenigen, die sowieso zu Hause sitzen? ALLE, die arbeiten, können und wollen sich den KITA-Platz leisten, denn gut bezahltes Personal, ist motivierter und somit besser für mein Kind. Wem nützt Gebührenfreiheit? Das ist doch totale Sozialsch… um ehrlich zu sein. Warum entlastet man den Arbeitnehmer nicht steuerlich? Dann kommt es wenigstens dort an, wo gearbeitet wird?!
    Um ehrlich zu sein: Beim nächsten Kind werde ich noch länger Elternzeit nehmen und wissen Sie warum? Arbeit lohnt sich nicht mehr in diesem Land. Es werden nur noch Sozialgeschenke verteilt, die nicht der arbeitenden Bevölkerung zugute kommen und dem Rest werden nur Steine in den Weg gelegt.
    Ich fordere Sie auf: Sorgen Sie für mehr Erzieher, für gut bezahlte Erzieher, für einfacheren Zugang zum Ausbildungsberuf, für mehr KITA-Plätze und vorallem: regeln sie eine Ganzjahresbetreuung, machen Sie es zur Pflicht für jede Einrichtung und überlassen Sie es nicht der Willkür der Einrichtung- das geht auf Kosten der gesamten Familien, die auf eine durchgängige Betreuung beruflicherseits angewiesen sind!
    MfG
    A. Geißler

    Liebe Frau Geißler,

    es gibt kein anderes Bundesland, in dem die wöchentliche Betreuungszeit gesetztlich bis zu 50 Stunden umfasst. In vielen anderen Ländern sind es 35 Stunden. Dennoch kann ich die Problematik verstehen. Die Verträge handeln die Landkreise mit den Kita-Trägern aus. Auch die Eltern haben Mitspracherechte. Es gibt sicherlich auch für die Schließzeiten Notgruppen, sowie Ferienangebote anderer Einrichtungen.
    Zu Ihren anderen Forderungen kann ich Ihnen mitteilen, genau das mache ich mit der neuen Erzieherausbildung, mit mehr Geld für bessere Bezahlungen der Erzieherinnen und Erzieher und zudem halte ich die Elternbeitragsfreiheit für eine große finanzielle Entlastung für arbeitende Familien.

    Ihre Stefanie Drese

    Stefanie Drese
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    Hallo Frau Drese,

    unser Kind besucht die Neumühler Grundschule in Schwerin. Diese Schule ist als Ganztagsschule konzipiert und wird auch so abgerechnet. Einen separaten Hortvertrag gibt es nicht. Unser jüngster Sohn besucht eine städtische Kita. Nach Aussage des Stadthauses kommt eine Beitragsbefreiung für unseren jüngsten Sohn nicht infrage, da für den älteren Bruder kein separater Hortvertrag besteht.
    Über die Schulgebühr bezahlen wir die nachmittägliche Betreuung aber natürlich mit. Wie stehen Sie dazu, dass hier die Schulformen unterschiedlich behandelt und damit die Eltern, deren Kinder die Neumühler Schule besuchen, benachteiligt werden?

    Hallo Tim,

    die Neumühler Grundschule ist eine private Ganztagsschule, die nicht zum System der Kindertagesförderung gehört.Eine gute Nachricht aber für Ihren jüngeren Sohn, ab 2020 bezahlen Sie für ihn keine Beiträge mehr.

    Ihre Stefanie Drese

    Stefanie Drese
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    Guten Tag,

    meine Frage betrifft zunächst die Thematik der kostenfreien Kita für Eltern. Aktuell ist ja so (einfach ausgedrückt), dass die Finanzierung eines Kitaplatzes in drei Teile gegliedert ist. Die Finanzierung erfolgt zu einem Teil vom Land, ein Teil kommt vom Landkreis und einen Teil teilen sich die Gemeinde und die Eltern.

    wie sieht die Finanzierung aus, wenn die Elternbeiträge wegfallen? Wer trägt den Anteil der Eltern? Wird der Elternanteil komplett vom Land oder Kreis getragen oder bleibt die Gemeinde auf diesen Kosten (auch nur teilweise)sitzen? Gibt es einen Ausgleich für das "Loch" im Haushalt der Gemeinden? Muss von den Eltern ein Antrag gestellt werden oder kommt die Beitragsfreiheit automatisch?


    Noch eine Frage zu der Ehrenamtskarte:
    Nach meiner Information ist angedacht, hier eine Anerkennung in Richtung öffentlicher Nahverkehr oder Eintritt in Museen und Theatern zu gewähren. Das wäre m.E. nach aber nur wirklich interessant für Leute in größeren Städten.
    Was nütz jemandem eine Karte für den ÖPV oder das Theater, wenn er jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fahren muss, das Dorf selbst gar keinen Anschluss an den ÖPV hat und das nächste Theater und/oder Museum erst nach einer Autofahrt von mehr als 30 min erreicht wird? Hier sind die Ehrenamtler "auf den platten Land" wieder einmal benachteiligt und haben nichts von dieser eigentlichen guten Idee.
    Wäre es nicht vielleicht auch sinnvoll, darüber nachzudenken, solchen Leuten einen Freibetrag bei der Lohnsteuer oder eine Gutschrift bei den Rentenpunkten zu ermöglichen? Dann hätten alle etwas von dieser Anerkennung.

    Es wäre schön, hierzu mal umfassende und fundierte Antworten zu erhalten.

    Ich bedanke mich schon im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen

    R. Schneck

    Sehr geehrter Herr Schneck,

    vielen Dank für diese beiden Fragen: Ab 2020 fällt die Säule der Elternbeiträge bei der Finazierung weg. Diese wird vom Land übernommen, soweit sie von Eltern jetzt noch getragen werden müssen. Landkreise und Gemeinden finazieren weiterhin.Ich kann Ihnen schon jetzt sagen, dass ein Antrag nicht nötig sein wird.

    Zur Ehrenamtskarte wird es landesweite Angebote geben, die mit örtlichen Angeboten der Landkreise und Städte verknüpft werden sollen.

    Ihre Stefanie Drese

    Stefanie Drese